CHÂTEAU LACAPELLE CABANAC

Das Château Lacapelle Cabanac ist die Verwirklichung eines Traumes zweier junger Pariser Freunde - Thierry Simon und Philippe Vérax, die ihre Karriere in der Softwarenindustrie gemacht haben. Ihr größter Traum war, die Großstadt Paris zu verlassen, um auf den Hügeln von Cahors Wein zu machen.

 
 

Bereits dreiundzwanzig Jahre bevor diese beiden Jungs Richtung Süden aufbrachen, hatte der damalige Besitzer 1978 mit der Sanierung des Châteaus begonnen, um das verlasse Gebäude in ein Weingut umzubauen. Während dieser Renovierung entdeckte er eine erstaunliche Konstruktion: Natursteingewölbe, durchzogen von Rinnen auf dem oberen Teil. Dies waren die Überreste einer alten Weinkellerei aus dem 18. Jahrhundert. Oben wurden die Trauben mit den Füssen gestampft und der Traubensaft lief die Rinnen entlang in die Fässer, die im Keller standen.

Als Thierry Simon und Philippe Vérax das Weingut Château Lacapelle Cabanac endeckten, wurden sie sofort von dessen Charme verführt und erwarben es im Jahr 2001. Zunächst modernisierten sie das Weingut - es wurden neue Geräte angeschafft, die Weinkellerei renoviert und moderne Weinbereitungsmethoden wurden eingeführt. Außerdem wurden die Arbeiten in dem Weingut auf biologische Landwirtschaft gemäß der Ecocert Richtlinien umgestellt. Die Primaballerina des Weinguts ist die Malbec-Rebe, die ihren Ursprung in der Region Cahors hat.

Das Terroir gibt den Weinbergen den Namen: „Weinberge des Causse“ (Causse ist die französische Bezeichnung für die großflächigen Kalk-Hochebenen auf 700 bis 1200 m Höhe im französischen Zentralmassiv). Die Reben sind auf kalkhaltigem Schotter gepflanzt, der von entkalktem Kimmeridge-Lehm umhüllt ist (Kimmeridge ist in der Erdgeschichte die mittlere chronostratigraphische Stufe des Oberjura). Diese Bodenart verfügt über die Fähigkeit zur natürlichen Drainage, wodurch Staunässe vermieden wird. Die Weinberge liegen auf einer Höhe von 300 Metern über dem Fluss Lot. Das Klima ist hier anders als im Tal, denn die Tag- und Nachttemperaturen unterscheiden sich stark. Die Trauben reifen später und werden dank des trockenen und warmen Windes seltener krank. Die aus diesen Trauben gekelterten Weine haben eine feinere Textur und eine schönere Aromatik als die Weine aus dem Tal.