WEINGUT WEITZEL

Eckhard und Elke Weitzel führen in der dritten Generation einen kleinen Familienbetrieb in Ingelheim-Großwinternheim. Zwei Hektar des väterlichen Weinbaubetriebes haben er und seine Frau Elke – „der Motor des Betriebes“ – auf inzwischen sieben Hektar erweitert. Ihre Tochter Romy Kiebler, seit Juli 2006 Weinbautechnikerin, arbeitet im Weingut ihres Mannes und hilft an arbeitsintensiven Tagen im elterlichen Weingut.

 
 

Aus Fürsorge für die Familie und in dem Wissen, dass die Bewirtschaftung des Weines im Einklang mit der Natur die beste Basis für einen facettenreichen Wein bietet, hat das Weingut  im Jahr 1993 auf ökologischen Anbau umgestellt. 
Entweder man macht es richtig – gemäß den strengen Richtlinien und mit hohem Aufwand – oder gar nicht. Das ist die Meinung von Eckhard Weitzel und zugleich seine Begründung dafür, warum Ökowinzer bei Prämierungen mit ihren Weinen im Verhältnis so gut abschneiden. Schließlich beträgt der Anteil an ökologischen Siegerweinen bei Wettbewerben rund 10 Prozent - bei einem Anteil des ökologischen Weinbaus von nicht mehr als 1,5 Prozent am gesamten Weinbau in Deutschland.
Eckhard Weitzel ist der Ansicht, dass Qualität nicht zwangsläufig etwas mit Tradition oder der Ausbildung des Winzers zu tun haben muss. Viel entscheidender sei die Fähigkeit der eigenen Sinne, Gutes zu erkennen, ergänzt um handwerkliches Basiswissen. Seit fast dreißig Jahren stellt er beides unter Beweis. 

Die ökologische Bewirtschaftung bringt geringe Erträge, aber hohe Qualität. Begrünung im Weinberg und der Verzicht auf mineralische Düngung führen dazu, dass sich die Erträge in Grenzen halten. Die schonende Verarbeitung der Trauben und deren Weiterverarbeitung sichert die Qualität. 
Die meisten Rebstöcke des Weinguts wachsen auf dem nach Süden ausgerichteten, steilen und steinigen Bockstein, dessen mineralreicher Kalkverwitterungsboden die Weine auf eine besondere Art prägt. Trotz seiner hochwertigen Eigenschaften reißt sich in der Nachbarschaft niemand um diese Lage, da sie kaum mit Maschinen zu bearbeiten ist. Aber gerade die Hangneigung von bis zu 45 Grad, die Trockenmauern, Obstbäume und Brachflächen, die bisher noch keiner Flurbereinigung zum Opfer gefallen sind, und der tertiäre Kalkstein, in den die meist über 15 Jahre alten Reben ihre Wurzeln treiben müssen, ermöglichen gemeinsam mit den niedrigen Erträgen, dass Eckhard Weitzel hier qualitativ hochwertige Trauben für seine hervorragenden Weine ernten kann.